• Die Software für Störfallsimulationen
  • Die Software für Störfallauswirkungsbetrachtungen

ProNuSs

Das Programm für numerische Störfallsimulation.

ProNuSs ist die umfassende Software zur Berechnung der Auswirkungen von Stoff- und Energiefreisetzungen.
Mit ProNuSs können Störfallauswirkungsbetrachtungen zur Erstellung von Sicherheitsberichten, für Gutachten im Rahmen der Flächennutzungsplanung oder für Gefährdungsbeurteilungen im Arbeitsschutz durchgeführt werden.

Leistungsumfang

Anwendungsbereiche

Gefährdungsbereiche nach Betriebssicherheits- und Gefahrstoffverordnung.
Bestimmung des angemessenen Sicherheitsabstandes nach BImSchG (KAS-18).
Erstellung von quantitativen Risikoanalysen.

Updates

ProNuSs wird seit über 20 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt.
Jährlich werden mehrere Updates bereitgestellt, die die aktuellen Entwicklungen und Kundenbedürfnisse berücksichtigen.

Große Stoffdatenbank

Die ProNuSs-Datenbank beeinhaltet über 100 Stoffe.
Diese Datenbank kann bei Bedarf auf über 1.300 Stoffdatensätze erweitert werden.
Für toxische Stoffe stehen AEGL-, ERPG- und PAC-Werte zur Verfügung.
Mit einem Stoffeditor können eigene Stoffe und Stoffgemische erstellt werden.

Support und Schulungen

Bei Fragen zu ProNuSs und Störfallauswirkungsbetrachtungen stehen wir Ihnen zur Verfügung.
In-House-Schulungen zur Anwendung von ProNuSs und zu speziellen Themen können durchgeführt werden.

Massenstromberechnung

Stationäre und instationäre Freisetzung von gasförmigen und flüssigen Stoffen, ggf. mit Zweiphasenströmung, Spray-Bildung, Lachenverdampfung und -verdunstung.

Schadstoffausbreitung

Freistrahlberechnung unter Berücksichtigung von Wind und Dichte.
Dichteneutrale bzw. leichte Gase und schwere Gase nach VDI 3783.
Dichteneutrale bzw. leichte Gase mit AUSTAL zur Berücksichtigung der Bebauung.

Brand und Explosion

Ermittlung von Bestrahlungsstärken und Brandgaszusammensetzungen.
Brand in einem Gefahrstofflager; instationäre Behältererwärmung.
Ermittlung von Explosionsüberdrücken und Wurfweiten.

Dokumentation

Abspeichern der Berechnungen in Datenbanken.
Grafische Aufbereitung der Ergebnisse für die Dokumentation.
Erstellung von Kurzberichten zur Dokumentation der durchgeführten Berechnungen

Anwendungsbereiche

ProNuSs für eine Vielzahl an Fragestellungen

Flächennutzungsplanung

Für die Bestimmung des angemessenen Sicherheitsabstandes nach BImSchG können die erforderlichen Auswirkungsbetrachtungen mit ProNuSs durchgeführt werden. Zur Zeit erfolgen die Berechnungen in Anlehnung an den Leitfaden KAS-18. Die in diesem Leitfaden genannten Modelle sind in ProNuSs enthalten.

Sicherheitsberichte nach Störfall-Verordnung

Der Betreiber eines Betriebsbereiches der oberen Klasse hat in einem Sicherheitsbericht die Gefahren von Störfällen und mögliche Störfallszenarien zu ermitteln. In ProNuSs werden Module zur Berechnung verschiedenster Störfallszenarien zur Verfügung gestellt.

Betriebssicherheits- und Gefahrstoffverordnung

Für die Berechnung von Sicherheitsabständen für ortsfeste Druckanlagen für Gase gemäß TRBS 3146/TRGS 746 wird auf die Szenarien in der TRGS 407 hingewiesen. Die dort genannten, vernünftigerweise nicht auszuschließenden Abweichungen vom bestimmungsgemäßen Betrieb, wie Leckagen oder das Ansprechen von Sicherheitseinrichtungen usw., sind auf Relevanz zu prüfen und erforderlichenfalls zu berücksichtigen.
Nach der TRBS 3146/TRGS 746 muss der Sicherheitsabstand mittels einer Ausbreitungsberechnung, z.B. nach der VDI 3783, durchgeführt werden.

Quantitative Risikoanalyse

In mehreren Mitgliedsstaaten der EU werden probabilistische Vorgehensweisen angewandt, um das Risiko einer Anlage durch Abschätzung der Häufigkeiten und der Auswirkungen möglicher Störfälle zu ermitteln. Dazu wird mit quantitativen bzw. semiquantitativen Verfahren das Risiko berechnet und anhand von gesellschaftlich akzeptablen Grenzwerten die Sicherheit der Anlage bewertet. Bei international tätigen Firmen werden auch in Deutschland QRAs erstellt und in einigen Fällen als Grundlage für Genehmigungsentscheidungen herangezogen.

Vorschau ProNuSs 9

In dem Video werden die Funktionsweise und die Leistungsfähigkeit von ProNuSs vorgestellt.

Funktionsübersicht

Alle Versionen im Überblick

Module ProNuSs 9light ProNuSs 9 ProNuSs 9QRA
Stoffdaten
Stoffdatenbank
Stoffdateneditor
Gemischeditor
Massenstromberechnung                                         
Massenstromeditor
Gasförmige Freisetzung
Freisetzung aus der Flüssigphase
Verdunstung/ Verdampfung
Gasaustritt aus Behälterleckage
Gaskonzentration in einem Raum
Gasausbreitung
Freistrahlberechnung
VDI 3783 Blatt 1 und 2
AUSTAL2000Haz
Brand
Wärmestrahlung
Freistrahl-Flamme
BLEVE
Instationäre Behältererwärmung
Brandgase
Lagerbrand
Explosion
Gaswolkenexplosion
Gasexplosion in einem Raum
Bersten eines Behälters / einer Druckgasflasche
Staubexplosion
Wurfweiten
Druckentlastung bei Gasexplosionen
Risikoanalyse
Individualrisiko, Gruppenrisiko
Dokumentation
Ergebnisdarstellung: Diagramm
Datenbankspeicherung
PDF-Erstellung

Modul: Stoffdaten

Ab der Version ProNuSs 9light wird eine Stoffdatenbank mit über 100 Stoffen mitgeliefert.
Bei Bedarf können weitere ca. 1.300 Stoffdatensätze als Addon bestellt werden.
Darüber hinaus können über einen Stoffdateneditor eigene Stoffdatensätze erstellt werden.
Hierbei ist es auch möglich Gasgemische und in begrenztem Umfang Flüssigkeitsgemische mit maximal 20 Komponenten zu erstellen.
Für toxische und brennbare Gase liegen die Störfallbeurteilungswerte AEGL-, ERPG und PAC-Werte bzw. die Explosionsgrenzen (soweit bekannt) vor.


Modul: Gasausbreitung

Freistrahlberechnung

Gase werden im Allgemeinen in Anlagen unter Druck gehandhabt. Bei einem Versagen der Umschließung (Leck, Riss) oder dem Ansprechen von Druckentlastungseinrichtungen kommt es dann zu einem impulsbehafteten Austritt als Freistrahl. Für die Berechnung der Konzentrationsverteilung im Freistrahl sind verschiedene Freistrahlmodelle implementiert, die sowohl bei Windstille als auch bei Seitenwind und variablem Austrittswinkel eingesetzt werden können. Die Überhöhung des Freistrahls über dem Freisetzungsort kann dann in die impulsfreie Gasausbreitungsberechnung übernommen werden.

Ausbreitungsberechnungen nach VDI 3783 Blatt 1 und Blatt 2

Für die Berechnung der Gasausbreitung bei impulsfreier Freisetzung steht die VDI-Richtlinie 3783 Blatt 1 zur Verfügung. Wird ein Schwergas in Bodennähe freigesetzt, so wird die Gasausbreitung durch die Bebauung maßgeblich beeinflusst. In diesem Fall wird die Konzentration in der näheren Umgebung mit der VDI-Richtlinie 3783 Blatt 2 berechnet, an die sich bei toxischen Gasen dann noch eine Berechnung nach Blatt 1 (dichteneutrale bzw. leichte Gase) anschließt.

Ausbreitungsberechnungen mit AUSTAL

Mit dem Partikelmodell AUSTAL2000Haz kann die Ausbreitung dichteneutraler oder leichte Gase sowie die Ausbreitung von Stäuben, auch unter Berücksichtigung der Bebauung, berechnet werden.
Die Gebäude und das Rechengitter werden in einem Editor auf Grundlage eines Lageplans festgelegt. Für die Berechnung können verschiedene Quellen definiert werden.
Die Konzentrationen können entlang einer vorgegebenen Linie berechnet und grafisch dargestellt werden. Darüber hinaus können die Konzentrationen als Iso-Flächen für waagerechte und senkrechte Schnitte sowie in einer 3D-Darstellung visualisiert werden.


Modul: Brand

Für die Berechnung der Bestrahlungsstärke in der Umgebung eines Brandes (Lachenbrand, Tankbrand, Freistrahlflamme) werden verschiedene Modelle zur Verfügung gestellt. Für die Bewertung der Berechnungen kann neben den Beurteilungswerten auch eine Probit-Funktion unter Berücksichtigung der Fluchtgeschwindigkeit von Personen herangezogen werden.

Wird ein mit einem druckverflüssigten Gas gefüllter Druckbehälter direkt durch Flammen beaufschlagt, so verringert sich die Festigkeit der Behälterwandung mit ansteigender Temperatur. Gleichzeitig steigt durch den Wärmeeintrag in den Behälter der Innendruck. Für die Berechnungen der Auswirkungen des beim Aufreißen des Behälters entstehenden BLEVE (Boiling Liquid Expanding Vapour Explosion) stehen entsprechende Modelle zur Verfügung. Um Aussagen treffen zu können, wie sich eine Brandisolierung auf die Zeitdauer auswirkt bis ein unterfeuerter Behälter birst, ist ein instationäres Berechnungsverfahren entwickelt worden. Hierbei können die Behältergeometrie, die Eigenschaften der Isolierung und auch ein Sicherheitsventil berücksichtigt werden.

Bei einem Brand in einem Gefahrstofflager sind der aus dem Gebäude austretende Massenstrom und die Brandgastemperatur vom Brandverlauf im Gebäude und den brandschutztechnischen Einrichtungen abhängig. In ProNuSs ist ein Modell vorhanden, mit dem die oben genannten Größen zeitabhängig und in Abhängigkeit vom Brandschutzkonzept berechnet und anschließend in einer Gasausbreitungsberechnung als Quellterm verwendet werden können.


Modul: Explosion

Für die Berechnung des maximalen Explosionsüberdrucks bei einer Gaswolkenexplosion stehen mehrere Modelle zur Verfügung. Im bekannten Multi-Energy-Modell werden die Art der Zündung, die Flammengeschwindigkeit, die durch die Turbulenz in der Gaswolke stark beeinflusst wird, und die Verdämmung der Gaswolke, z. B. durch Gebäude, mit berücksichtigt.

In einem weiteren Modul können die Druckentlastungsflächen bei Gasexplosionen (DIN EN 14994) oder Staubexplosionen (VDI-Richtline 3673) unter Berücksichtigung der Geltungsbereiche der Berechnungsmethoden ermittelt werden. Für eine Gasexplosion in einem Raum ist ebenfalls eine Berechnungsmethode vorhanden.

Kommt es zu einem Behälterbersten infolge einer Drucküberschreitung, so sind der maximale Explosionsüberdruck in der Umgebung und die Wurfweiten der Behälterfragmente zu berechnen.


Modul: Quantitative Risikoanalyse

Bei einer Quantitativen Risikoanalyse (QRA) wird die Eintrittshäufigkeit eines Szenarios mit den Auswirkungen zu einer Risikoaussage verknüpft. Im QRA-Modul wird die Eintrittshäufigkeit eines Szenarios, die aus Literaturangaben, empirischen Modellen oder der Berechnung eines Fehlerbaumes ermittelt worden ist, eingegeben. Die Auswirkungsbetrachtungen werden in Abhängigkeit von der Windrichtung, Windgeschwindigkeit und bei einer Schwergasausbreitung auch von der Bebauung durchgeführt.

Die Bewertung der Berechnungsergebnisse erfolgt entweder mit Grenzwerten oder mit Probit-Funktionen. Unter Berücksichtigung der Häufigkeitsverteilung der Windrichtungen und bei brennbaren Gasen unter Verwendung eines Zündhäufigkeitsmodells wird dann das Risiko berechnet und als Isolinien dargestellt. Für die Berechnung der Zündhäufigkeit stehen einfache, vom Massenstrom abhängige Modelle und eine komplexeres Modell für die Berücksichtigung der Explosionsschutzmaßnahmen und der Bebauungssituation zur Verfügung. Weiterhin besteht auch die Möglichkeit die Bevölkerungsdichte in der Umgebung einzugeben, um das Gruppenrisiko berechnen zu können.


Modul: Report

Über das neue Modul „Report“ können Sie die Eingabeparameter und Ergebnisse der durchgeführten Berechnungen übersichtlich in einem .pdf-Dokument darstellen.
Durch den Import von berechneten und abgespeicherten Szenarien können Sie zudem einen ganzheitlichen Bericht Ihres Projektes inkl. Titelblätter erstellen.

Unsere Kunden


Aktuelle Informationen

ProNuSs und Störfallauswirkungsbetrachtungen

September 2021

Online-Schulung für das neue AUSTAL am 01.12.2021

Liebe ProNuSs Nutzer*innen,

melden Sie sich jetzt für die Online-Schulung für AUSTAL am 01.12.2021 an. Um Ihnen den Einstieg in AustalHaz, die Lageplanerstellung, den VTK-Viewer und ProNuSsClu zu erleichtern...

ProNuSsClu und ProNuSsClu-Server zur Job-Verwaltung von Austal ist veröffentlicht

ProNuSsClu ist eine eigenständigen Software zur Job-Verwaltung (Queuing-System) von Ausbreitungsberechnungen mit Austal. Während Ausbreitungsberechnung mit AUSTAL üblicherweise nur nacheinander durchgeführt werden, können Sie mit ProNuSsClu beliebig viele Ausbreitungsberechnungen (Jobs), nacheinander und - je nach Rechenleistung - parallel abarbeiten.

August 2021


Kontakt / Demoversion

Für Fragen rund um ProNuSs und für Demoanfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:


ProNuSs Engineering GmbH

  • Adresse: Pechsteinstraße 49a, 12309 Berlin
  • Telefon: +49 (30) 55478827
  • Email: schalau(at)pronuss.de

Support-Anfragen

  • Telefon: +49 (30) 76403055
  • Email: support(at)pronuss.de